Ausbau der Sozial-Raumwissenschaftlichen Forschungsdateninfrastruktur SoRa: FAIR, intelligent, integrativ (SoRa+)
Die interdisziplinäre Verknüpfung von Daten unterschiedlicher Quellen aus verschiedenen Wissensdisziplinen durch Linked (Forschungs)dateninfrastruktur-Diensten hat stark an Bedeutung gewonnen. Im Rahmen des Vorgängerprojekts “Sozial-Raumwissenschaftliche Forschungsdateninfrastruktur” (SoRa) wurde eine technische und organisatorische Infrastruktur entwickelt, welche die prototypische Verbindung (Linking) der Forschungsdateninfrastrukturen von GESIS, SOEP und dem Monitor der Siedlungs- und Freiraumentwicklung (IÖR-Monitor) über interoperable und offene Schnittstellen gewährleistet. Projekt SoRa+ ist das Fortsetzungsprojekt, das die Infrastruktur für den dauerhaften operationellen Betrieb ausbauen und an Fallbeispielen die Funktionalität nachweisen soll.
Projektlaufzeit: 05/2023 bis 04/2026
Am SoRa+-Projekt sind folgende Projektpartner beteiligt:




Foto: IWKG
Prof. Dr. Peter Dirksmeier
Professor für Kulturgeographie
Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover

Foto: Ifo Institut/Vinogradova
Prof. Dr. Oliver Falck
Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien

Foto: Wilfried Gerharz
Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach
Professor für Politikwissenschaft/Sozialpolitik an der FH Münster und Privatdozent an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum

Foto: privat
Prof. Dr. Odile Sauzet
Biostatistikerin, Leiterin des Statistik-Beratungs-Centrums,
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften sowie Fakultät für Gesundheitswissenschaften,
Universität Bielefeld

Foto: privat
Prof. Dr.-Ing. Robert Seuß
Professur für Geoinformation, Frankfurt University of Applied Sciences

Foto: privat
Prof. Dr.-Ing. Stefan Siedentop
Professor für Stadtentwicklung an der TU Dortmund, Fachgebiet Stadtentwicklung

Foto: HS Hof
Prof. Dr. Beatrix Weber
Leiterin Forschungsgruppe Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT
Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof
1. Treffen: 12.-13. September 2023 bei GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim (Agenda)
2. Treffen: 04. September 2024 bei SOEP Socio-oekonomisches Panel in Berlin
3. Treffen: 23. September 2025 am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden
Die erste Projektphase Sozial-Raumwissenschaftliche Forschungsdateninfrastruktur (SoRa)
Die Zunahme von Umweltproblemen wie die Verstädterung mit einhergehender Zersiedelung und Bodenversiegelung, Biodiversitätsverlust, globale Erwärmung und Wassermangel stellt immer dringender die Frage nach einem besseren Verständnis der Wechselwirkungen menschlichen Handelns mit der Umwelt. Insbesondere in den Sozialwissenschaften hat sich unter der Subsummierung des Begriffs der Umweltgerechtigkeit ein weites Forschungsfeld aufgetan, das Aspekte der Gesundheit, des Wohlbefindens als auch Fragestellungen der allgemeinen, gesellschaftlichen Partizipation umfasst. Während diese Forschung in Ländern wie den USA schon sehr lange in Wechselwirkung zu Politik und Bürgerrechtsbewegungen diskutiert wird, ist das Thema als Gegenstand der Ungleichheitsforschung in Deutschland erst in den letzten Jahren stärker in Erscheinung getreten.

Die hierfür notwendige, jedoch bisher mangelnde Verknüpfung von sozialwissenschaftlichen Umfragedaten mit raumwissenschaftliche Daten hat mehrere Gründe:
Im Projekt Sozial-Raumwissenschaftliche Forschungsdateninfrastruktur (SoRa) sollen nun Lösungsansätze für diese drei Problemfelder erarbeitet werden. Ziel des Projektvorhabens ist es, raum- (IÖR-Monitor) und sozialwissenschaftliche (GESIS-Panel, SOEP) Forschungsdateninfrastrukturen aufzubauen und so zu erweitern, dass sie untereinander interoperabel sind und internationale Standards und Schnittstellen berücksichtigen. Innovative Analysewerkzeuge (KIT-aifb:Web Science), sogenannte Cognitive Apps, werden dabei die flexiblen Untersuchungen von Forschungsdaten aller Infrastrukturen ermöglichen. Dahinter steht die Hypothese, dass die interdisziplinäre Forschung durch die Herstellung der Interoperabilität von Forschungsinfrastrukturen unterstützt wird, da erst so die gemeinsame Analyse von Forschungsdaten unterschiedlicher Domänen möglich wird. Im Projekt soll dies konkret am Beispiel von Forschungsfragestellungen zum Thema Umweltgerechtigkeit untersucht werden.

Die im Projekt verknüpften Forschungsdaten sollen bei vollständiger Umsetzung von Datenschutzanforderungen nachhaltig nutzbar gemacht und die aufgebauten und optimierten Infrastrukturen nachhaltig verfügbar gemacht werden. Zudem soll die flexible, modulare und offene technische Architektur „by design“ übertragbar auf weitere Forschungsdateninfrastrukturen und Forschungsfragestellungen sein. Die Nützlichkeit und die Übertragbarkeit der entwickelten Infrastruktur sollen im Rahmen des Projekts anhand von ersten Nutzertests sichergestellt werden.
Projektlaufzeit: 12/2016 bis 10/2020
Am SoRa-Projekt waren folgende Projektpartner beteiligt:

GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Dr. Stefan Jünger, Dr. Benjamin Zapilko
IÖR - Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung
Loren Mucha, Dr. Sujit Sikder, Dr. Gotthard Meinel

KIT - Karlsruher Institut für Technologie
Lars Heling, Dr. Maribel Acosta, Prof. Dr. York Sure-Vetter

SOEP - Sozio-oekonomisches Panel
Dr. Jan Goebel

Das Projekt wurde mit einer Laufzeit von 36 Monaten durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.